IV. Bauphase (1927-1929)

Das letzte quartier schließlich entstand 1927 -1928 ausschließlich nach Plänen Karl Tressels Hölderlinstraße 6 – 22 (gerade Nummern), Lessingstraße 2 – 10 (gerade Nummern) und Wingertstraße 19 – 37 (ungerade Nummern), letztere Häuser ernst November 1929 vollendet.

 

Es ist erstaunlich, in welch kurzer Zeit das für eine Kleinstadt wie Oggersheim immense Bauvolumen trotz Inflation und sonstiger zeitbedingter Schwierigkeiten erstellt werden konnte. Die trotz der geringen Mittel erreichte Wohnqualität war für damalige Verhältnisse sehr beachtlich. Nicht zuletzt entscheidend war dabei war die Beibehaltung der Gartenstadtidee, die jedem Haus einen Garten hinter demselben zudachte, einige haben zusätzlich kleine Vorgärten. In den einzelnen Bauabschnitten sind ästhetische Bedürfnisse wie Symmetrie, Achsenbezug, Staffelung oder abwechselnde Reihung eine   Selbstverständlichkeit, und selbst für Bauornamentik konnten Mittel erübrigt werden wie die mit kleinen Tieren und Pflanzen in expressionistischen Stil verzierten Schlusssteine in der Lessing- und Wingertstraße beispielhaft zeigen. Die gesamte Gartenstadtanlage ist eines der wichtigsten Zeugnis der Oggersheimer Stadtentwicklung als noch selbständige Gemeinde.“[6]