Schillergedenken in Oggersheim

Der Ehemalige Gasthof  "Zum Viehhof" ist seit 1959 offizielle Schillergedenkstätte. Die Räume im 1.OG werden vom der Stadtmuseum Ludwigshafen in Kooperation mit dem Heimatkundlichen Arbeitskreis betrieben, als Museum und Veranstaltungsraum für Lesungen, Vorträge und Wechselausstellungen.

Im Erdgeschoss befindet sich die Stadtteilbibliothek. An der Rückseite ist der Karl-Schenkel-Garten.

Schillerhaus

Das Gasthaus „Zum Viehhof“,  verkaufte 1750 der Metzgermeister Johannes Krebs an den Wirt und Metzgermeister Johann Adam Merkel aus Speyer. Merkel wurde Ratsherr und Stadthauptmann, zuständig für die Polizeiaufsicht und die Bürgerwehr.

1764 verkaufte Merkel das Haus an Johann Heinrich Schick aus Dürkheim, ebenfalls Wirt und Metzgermeister. Schick heiratete Johanna Elisabeth Behret aus Speyer im gleichen Jahr. Das Paar hatte zwölf Kinder. Die älteste Tochter, Johanna Elisabeth, heiratete 1788 einen Sohn des Oggersheimer Ratsherren Johann Georg Sachs. Um 1800 wurde der „Viehhof“ nicht mehr als Gasthaus betrieben.

Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Kaufmann Philipp Götz, von 1902 bis 1910 Bürgermeister,  im Parterre einen Ladengeschäft und im Obergeschoss eine Wohnung. Nach dessen Tod bewohnte seine Witwe Barbara das Haus. In den 1920er bis 1940er Jahren war im Pattere der Friseursalon Adam Jakob und das Geschäft (für "Beleuchtungskörper und Rundfunkgeräte") des Elektromeisters Hermann August Althaus. Nach dem Tod von Barbara Götz ging das Haus in den Besitz der Erbengemeinschaft Paillon/Krieger. 1956 kaufte die Stadt Ludwigshafen das Gebäude. Es war stark renovierungsbedürftig. Unter Erhalt alter Substanz wurde das Gebäude mit einem Kostenaufwand von 140.000 DM für die Einrichtung der Stadtteilbibliothek im Erdgeschoss und der Schillerdenkstätte im Obergeschoß in Stand gesetzt.

Gedenktafel und Straßenwidmung

Die Gedenktafel, die heute am Schillerhaus zu sehen ist, stammt von 1856.  Der ehemalige bayerische König Ludwig I. ließ sie dort anbringen.

 Zu Schillers 100. Geburtstag  fand hier 1859 eine größere Gedenkfeier statt und die Speyerer Straße  wurde in Schillerstraße umbenannt.

Schillerbrunnen (heute Andreas Streicherdenkmal)

Einen Schillerbrunnen mit einer Schillerbüste erhielt Oggersheim 1907 am Schillerplatz/Ecke Schnabel-brunnengasse, dem "Lindenbrunnenplatz". Die Büste gilt als verschollen und wurde möglicherweise im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Der Brunnen wurde vor 1950 entfernt und 1964 als Andreas-Streicher-Brunnen mit einer Büste Streichers am heutigen Anton-Ferner-Platz wieder aufgebaut.

Schillerschule

Die Grundschule Schillerschule erhielt 1910 zu dem Luitpoldbau von 1900 ein zweites Gebäude, den Schillerbau. ( siehe auch https://gsschiller.jimdofree.com/)

Schillerdenkmal

Seit 1955 steht am Rathaus ein neues Schillerdenkmal von Theo Siegle, ein Büste mit Sockel und Inschrift " In unser Stadt fand Friedrich Schiller 1782 Zuflucht"

Schilleroute

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Schilleroute
Die "Schillerroute" ist ein Radweg, der bedeutende Schillerstätten in Ludwigshafen am Rhein und in Mannheim verbindet. Diese Orte laden dazu ein, ein Stück Geschichte beider Städte zu erfahren, da sie heute noch Zeugnis von der Zeit des deutschen Dichters Friedrich Schiller in der Kurpfalz ablegen.
Herausgeberin: Stadt Ludwigshafen am RheinStadtplanung Druck: Chroma Druck & Verlag GmbH Auflage: 5.000 Stück, Januar 2019
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Literatur:

*siehe Adressbücher

(1) Martin Furtwängler: Erinnerung aus Erz und Stein Denkmäler in Ludwigshafen am Rhein bis 1945. Ludwigshafen, 2006.

(2) Der Schillerplatz. Das Zentrum Oggersheims im Wandel der Zeit, Mannheim 1996

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